Sie sind hier: Was ist Menopause?  

WAS IST MENOPAUSE?
 

Was ist Menopause?

Die Menopause ist ein natürlicher, biologischer Prozeß. Sie ist definiert als das permanente Ausbleiben der Menstruation als Folge eines Verlustes der Hormonbildung durch die Eierstöcke. Sie tritt spontan (natürliche Menopause) oder iatrogen (induzierte Menopause) als Folge von Operation, Strahlen-, Chemo- oder antiöstrogener Hormontherapie ein. Die natürliche Menopause ist eingetreten, wenn während eines Zeitraumes von 12 Monaten keine Regelblutung mehr aufgetreten ist und es dafür keinen anderen offensichtlichen Grund gibt. Von "vorzeitiger Menopause" (Klimakterium praecox) spricht man, wenn die letzte Menstruation vor dem 40. Lebensjahr eintritt. Es existiert kein adäquater unabhängiger Marker für die Menopause. Sie kann nicht im voraus bestimmt werden. In den westlichen Ländern tritt die Menopause durchschnittlich im Alter von 51,4 Jahren ein. Trotz steigender Lebenserwartung hat sich der Zeitpunkt der natürlich eintretenden Menopause in den letzten Jahrhunderten nicht wesentlich verändert.

Die meisten der während der Perimenopause mit wechselnder Intensität auftretenden Symptome sind vorübergehender Natur. Die erloschene Eierstocksfunktion mit konsekutivem Hormonmangel kann jedoch unbehandelt langfristige Konsequenzen mit Krankheitswert nach sich ziehen: das Risiko für Osteoporose und Herzgefäßerkrankungen ist in der (Post-) Menopause erhöht. Zu den wichtigsten akuten und chronischen Begleiterscheinungen der Peri- und frühen Postmenopause zählen vasomotorische Symptome (z. B. Hitzewallungen, Schweißausbrüche), Blutungsstörungen, Schlafstörungen, reduzierte Fertilität, urogenitale Beschwerden (z. B. Scheidentrockenheit, Inkontinenz und rezidivierende Harnwegsinfekte), zentralnervöse Symptome (z. B. Stimmungsschwankungen, Depression, Kopfschmerzen und Gedächtnisstörungen), sexuelle Funktionsstörungen, Beeinträchtigung des Knochen- und Gelenkapparates (Osteoporose und Gelenkschmerzen), Herzgefäßerkrankungen, Gewichtszunahme sowie Haut- und Haarveränderungen.

Ein Großteil der beschriebenen Symptome kann mit einer Hormontherapie positiv beeinflusst werden. Mit einer Hormontherapie sind jedoch auch relativ kurzfristig einsetzende Nebenwirkungen und langfristige Risiken assoziiert. Zu den kurzfristig beginnenden Nebenwirkungen zählen z.B. Blutungsstörung, Brust- und Kopfschmerzen, Müdigkeit und Stimmungsschwankungen. Zu den langfristigen Risiken zählen ein erhöhtes Risiko für Herzgefäßerkrankungen und Brustkrebs sowie wahrscheinlich dementielle Erkrankungen.

Im Rahmen einer Beratung zur Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden werden die verschiedenen Behandlungsmethoden (konventionelle Hormontherapie, pflanzliche Präparate etc.) dargelegt und eine individuell angepasste Therapie empfohlen.

Ausführliche Beratung zur Hormonsubstitution und deren Alternativen vor allem in bestimmten Risikosituationen (z.B. bei vorbestehender Tumor-, Herz-Gefäß-Erkrankung) erhalten Sie in unseren speziellen Sprechstunden.