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 GIEßEN 18.04.2012

Patientenveranstaltungen


Gießen 18.04.2012
 

Bericht der Patientenveranstaltung
in Gießen am 18. April 2012:


Zum Thema Haut- und Haaralterung fand in der Kongresshalle in Gießen ein informativer Abend, veranstaltet von der "Deutschen Menopause Gesellschaft", statt.



Unter dem Thema "Wechseljahre mit Haut und Haaren" gab es zwei Vorträge der Ärztinnen Dr. May Ziller (Vorstandsmitglied der Deutschen Menopause Gesellschaft) und Dr. Minou S. Hertl-Yazdi.



Früher oder später (be)trifft die Menopause jede Frau. Haarausfall, Schweißausbrüche und Hitzewallungen sind einige der Symptome, die je nach genetischer Veranlagung, bei Frauen während der sogenannten "Wechseljahre" eintreten können. Die beiden Ärztinnen erläuterten die möglichen Problematiken und Behandlungsmöglichkeiten aus der Sicht ihres jeweiligen Fachgebietes und standen anschließend den rund 90 Besucherinnen für Fragen zur Verfügung.
Das Leben nach der Menopause ist ein „Problem“, das durch den Demografischen Wandel immer mehr an Bedeutung gewinnt. In früheren Zeiten als die Lebenserwartung sehr viel geringer war als heute, deutete die ausbleibende Menstruation tatsächlich auf den letzten Lebensabschnitt hin. Mädchen die heute geboren werden, erläuterte Dr. Ziller, haben jedoch eine Lebenserwartung von 95 Jahren, was eine mit 50 Jahren einsetzende Menopause in die Lebensmitte verschiebt. Statt Socken stricken für die Enkel stehen für heutige Damen in den Wechseljahren jetzt Sport und Reisen auf dem Programm. Gegen Beschwerden wie Schweißausbrüche und Haarverlust gibt es keine Patentlösungen. Verschiedene Möglichkeiten, von traditioneller Schulmedizin mit Östrogen-Präparaten über alternative Heilmethoden mit Schüssler-Salzen und pflanzlichen Produkten bis zu kosmetischen Korrekturen wurden verschiedene Ansätze erklärt. Eine individuelle Lösung gelte es für jede Frau mit Hilfe ihrer Frauen- und Hautärztin zu finden. Dabei sei manchmal Geduld erforderlich, manche Präparate brauchten Monate um zu wirken.
Anschließend zeigten die Schwestern Filiz und Figen Erdogu von „Erdogu-Die Friseure“ mit Hilfe von vier Stammkundinnen welch großen Einfluss eine typgerechte Frisur und Haarfarbe auf das Wohlbefinden haben kann.



Mit Vorher-Nachher-Fotos konnte man die Typveränderung





der Kundinnen nachempfinden. Pauschallösungen wie „kurze Haare gleich junges Aussehen“, oder „je heller die Haarfarbe desto jünger“ gelten auch hier nicht. Es geht darum den persönlichen Look zu finden und zu perfektionieren.
Als Fazit waren sich alle Beteiligten einig: "Auch wenn es abgedroschen klingen mag, aber man ist so alt wie man sich fühlt."
Manche Dinge im Leben könne man nicht umgehen und müsse einfach lernen, sie gelassen zu ertragen und wo immer es geht sich selbst etwas Gutes zu tun.

Am Schluss möchten wir uns beim Publikum für das Interesse,
bei den Referenten für die Vorträge, bei den "Erdogu Schwestern" für die praktischen Tipps und besonders bei den "Models" fürs Mitmachen bedanken.

May Ziller und Anne Becker