Geschichte der Deutschen Menopause Gesellschaft

Jahrestagungen der Deutschen Menopause Gesellschaft (DMG),

10th World Congress on the Menopause of the International Menopause Society (IMS)

 

1.

Jahrestagung der DMG

16. – 19. Mai 1996

Berlin

2.

Jahrestagung der DMG

25. – 27. Juni 1998

Bremen

3.

Jahrestagung der DMG

10. – 11. September 1999

Berlin

4.

Jahrestagung der DMG

04. – 05. November 2000

Köln

5.

Jahrestagung der DMG

21. – 22. September 2001

Dresden

10th./6.

World Congress of IMS/
Jahrestagung der DMG

10. – 14. Juni 2002

Berlin

7.

Jahrestagung der DMG

05. – 08. März 2003

Köln

8.

Jahrestagung der DMG

18. – 19. Juni 2004

Hamburg

9.

Jahrestagung der DMG

17. – 18. Juni 2005

Münster

10

Jahrestagung der DMG

26. – 27. April 2006

Aachen

11.

Jahrestagung der DMG

20. – 21. April 2007

Freiburg

12.

Jahrestagung der DMG

06. – 08. März 2008

Frankfurt am Main

13.

Jahrestagung der DMG

06. – 07. November 2009

Hamburg

14.

Jahrestagung der DMG

26. – 27. November 2010

Frankfurt am Main

15.

Jahrestagung der DMG

18. – 19. November 2011

Frankfurt am Main

16.

Jahrestagung der DMG

16. – 17. November 2012

Frankfurt am Main

17.

Jahrestagung der DMG

15. – 16. November 2013

Frankfurt am Main

18.

Jahrestagung der DMG

14. – 15. November 2014

Frankfurt am Main

19.

Jahrestagung der DMG

13. – 14. November 2015

Frankfurt am Main

20.

Jahrestagung der DMG

11. – 12. November 2016

Frankfurt am Main

21.

Jahrestagung der DMG

17. – 18. November 2017

Frankfurt am Main

 

Die Gründung der Deutschen Menopause Gesellschaft (DMG) hat eine lange Vorgeschichte, die eng mit dem Namen „Christian Lauritzen“ verbunden ist. Der Mentor der Hormonsubstitution in Deutschland begann seine wissenschaftliche Laufbahn in Stockholm bei Ernst Diczfalusy mit grundlegenden Arbeiten über die Östrogene, die ihn während seines gesamten beruflichen Lebens als Hochschullehrer und Kliniker begleiteten. Obwohl der deutschsprachige Raum eine entscheidende Rolle in der Geschichte der Hormonsubstitution spielte, ging mit der zunehmenden Dominanz der Angloamerikaner seine Bedeutung in wissenschaftlicher Hinsicht kontinuierlich zurück.

 

Aufgrund der demographischen Entwicklung in Europa mit der zunehmenden Überalterung unserer Gesellschaft tritt die Prävention und Behandlung von Krankheiten immer mehr in den Vordergrund. Dementsprechend nimmt auch die Bedeutung der Hormonsubstitution für die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität der postmenopausalen Frauen zu. Angesichts der öffentlichen Kampagne gegen die Hormonsubstitution ist eine sachgerechte Darstellung der tatsächlichen Risiken und Vorteile einer Östrogenbehandlung dringend notwendig. Allerdings erfordert die richtige Interpretation von Studienergebnissen wissenschaftliche Kompetenz, die nicht nur fundierte Kenntnisse über die Wirkungen der Östrogene und Gestagene, sondern auch die Fähigkeit zur Bewertung der statistischen Aussagekraft solcher Untersuchungen sind. Da die lawinenartig angewachsene Zahl von Publikationen über die Hormontherapie von einem Kliniker nicht mehr zu überblicken ist, war die Gründung eines fachspezifischen Forums dringend nötig, um den Informationsaustausch in beide Richtungen sowie eine auf dem neuesten Stand befindliche Fortbildung zu ermöglichen.


 

Die Menopause Gesellschaft deutschsprachiger Länder

 

Die Notwendigkeit eines geeigneten Forums erkannte Prof. Lauritzen bereits in den achtziger Jahren, als er die „Menopause Gesellschaft deutschsprachiger Länder“ ins Leben rief. Es handelte sich nicht um einen eingetragenen Verein, sondern um eine informelle Vereinigung von Experten auf dem Gebiet der gynäkologischen Endokrinologie mit dem Schwerpunkt Hormonsubstitution. Sein Konzept bestand darin, eine überschaubare Zahl von freundschaftlich verbundenen Kollegen aus der BRD, der DDR, der Schweiz und Österreich in regelmäßigen Abständen zusammenzuführen, um den aktuellen Stand der Wissenschaft darzustellen und anstehende ungeklärte Fragen zu diskutieren.

Die Leitung und Organisation dieser Treffen lag allein in den Händen von Prof. Lauritzen, der nicht nur die Themen und Referenten auswählte, sondern auch die Finanzierung und den Ablauf der Veranstaltungen organisierte. Kraft seiner Autorität hatte er keine Probleme, in jedem Jahr ein anspruchsvolles wissenschaftliches Programm mit geeigneten Referenten zusammenzustellen. Nicht zu unterschätzen für die Atmosphäre, in der die Menopause-Symposien durchgeführt wurden, war die Auswahl der Tagungsorte und des gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenprogramms.

 

Die inoffizielle Menopause Gesellschaft deutschsprachiger Länder wurde im Dezember 1986 während eines Workshops in Salzburg gegründet. In den folgenden Jahren fanden regelmäßig weitere Treffen statt:  Die Vorträge und Ergebnisse der Konferenzen wurden in Kurzfassung in insgesamt 8 Bänden unter dem Titel „Menopause – Hormonsubstitution heute“ von C. Lauritzen herausgegeben. Die Teilnahme an den Symposien war an die Präsentation eines aktiven Beitrags gebunden.

Bei dem Workshop in Salzburg wurden insgesamt 22 wissenschaftliche Vorträge zu aktuellen Themen gehalten. Das zweite Treffen mit 16 Vorträgen und einer Diskussion über die „Beipackzettel“ fand vom 24.-27. März 1988 in Ascona statt. Ein besonderes Ereignis war das Symposium in Dresden vom 28.4. – 1.5.1989, zu dem die meisten Teilnehmer aus der Bundesrepublik gemeinsam mit einem Bus anreisten. Für die Teilnehmer aus der DDR war es die einmalige Gelegenheit, das nur für ausländische Gäste reservierte Hotel Bellevue von innen zu sehen. Das wissenschaftliche Programm umfasste 22 Vorträge. Die Jahrestagung 1990 wurde an Bord der Fähre „Prinzess Ragnhild“ während einer Fahrt zwischen Kiel und Oslo vom 6.-8. Juni durchgeführt. Auf dem Programm standen insgesamt 15 Referate, die auf See gehalten wurden. Dazu kamen 7 Vorträge von Kollegen zum Einfluss der Menopause auf die Geschichte und ihre Darstellung in der Kunst und Literatur, welche die beiden Abende auf See einrahmten. Zur 5. Tagung traf man sich vom 14.-15. Mai 1991 in Wien. In 8 Sitzungen wurden insgesamt 23 Vorträge gehalten, die das gesamte Spektrum der klimakterischen Symptomatik und deren Therapie sowie die Prävention abdeckten. Im Anschluss fand am gleichen Ort der Kongress „Menopause 91“ vom 16.-18. Mai statt. Das Menopause-Symposium 1992 wurde in Arosa vom 2.-5. Juli durchgeführt. Den 6 Sitzungen mit insgesamt 24 Referaten folgte eine abschließende Konsensus-Diskussion. Dazu kam am ersten Abend ein Vortrag von G.A. Hauser zum Thema  „CH-700 Jahre, vom Schreckbild zum Vorbild“.

 

Im Jahr 1993 traf sich die Menopause-Gesellschaft vom 24.-27. Juni auf Rügen. Tagungsort war ein Hotel in Sellin, welches direkt über dem Strand lag und vor der Wende für die politische Führung der ehemaligen DDR reserviert war. Das wissenschaftliche Programm umfasste insgesamt 22 Vorträge. Hier wurde von einem Kreis interessierter Kollegen angeregt, eine offizielle nationale Menopause-Gesellschaft zu gründen. In der Folgezeit entwarf Prof. Schneider eine Satzung, die bei der geplanten Gründungsversammlung in Baden bei Wien vorgelegt werden sollte. Die 8. und letzte Tagung der inoffiziellen Menopause Gesellschaft wurde vom 8.-11. September 1994 in Baden bei Wien durchgeführt.

Hier fand am 9.9.1994 von 8.00 bis 8.30 Uhr die Gründungsversammlung statt, bei welcher die Satzung der Deutschen Menopause Gesellschaft e.V. und die Zusammensetzung des Gründungsvorstands beschlossen wurden. Prof. Lauritzen wurde per acclamationem zum Ehrenpräsidenten ernannt. Anschließend erfolgte die Verleihung des von der Fa. Kali-Chemie gestifteten Preises der Menopause Gesellschaft an Prof. Ludwig Wildt (Erlangen) für seine Arbeit über Estradiol-17alpha. Das wissenschaftliche Programm verteilte sich auf 8 Sitzungen mit 29 Referaten.

 


 

Gründung der Deutschen Menopause Gesellschaft

 

Obwohl die 8-jährige Geschichte der inoffiziellen Menopause Gesellschaft deutschsprachiger Länder als Erfolgsgeschichte zu bezeichnen ist, war die Gründung der DMG notwendig geworden, um in der Internationalen Menopause Gesellschaft (IMS) „Sitz und Stimme“ zu erhalten. Nach der Satzung der IMS, an deren Gründung Prof. Lauritzen beteiligt war, dürfen nur eingetragene nationale Vereinigungen Mitglied werden. Dementsprechend gingen aus der Menopause Gesellschaft deutschsprachiger Länder die Deutsche, die Österreichische und die Schweizerische Menopause Gesellschaft hervor.

Nach der Gründungssitzung der DMG, die während der letzten Tagung der inoffiziellen Menopause Gesellschaft deutschsprachiger Länder in Baden bei Wien durchgeführt wurde, erfolgte die konstituierende Sitzung des Vorstands der offiziellen DMG am 27.11.1994 in Düsseldorf. Sie fand im Rahmen eines Experten-Workshops zur Hormonersatztherapie statt.

 

Der erste Vorstand setzte sich folgendermaßen zusammen:

Prof. H.P.G. Schneider, Präsident

Prof. R.-D. Hesch, Vizepräsident

Prof. H.W. Minne, Schatzmeister

Dr. M. Dören, Sekretär

Prof. H. Kuhl

Prof. J.D. Ringe

Prof. B. Runnebaum

 

Bei dieser Sitzung wurde Berlin als Sitz der DMG bestimmt und beschlossen, die Gründungssatzung vom 27.11.1994 im Zentralblatt für Gynäkologie [117 (1995) 226-229] zu veröffentlichen. Weiterhin wurde über die Gründung eines Förderkreises „Menopauseforschung“ diskutiert. In der Satzung wurde festgelegt, dass fördernde Mitglieder, die kein Stimm- und Wahlrecht haben, den Verein mit mindestens DM 5000,– jährlich unterstützen. Als Mitgliedsbeitrag wurde für Assistenzärzte ein Betrag von DM 80,– und für Ärzte mit abgeschlossener Ausbildung von DM 150,– beschlossen. In der Folgezeit wurde wegen der geringen Resonanz der Jahresbeitrag einheitlich auf DM 50,– gesenkt.

Als Tagungsorte der ersten Kongresse der DMG wurden für 1995 Wien und für 1996 Berlin festgelegt, wobei jeweils der erste Tag den wissenschaftlichen Themen und der zweite der Fortbildung gewidmet sein sollte. Nach heftigen Diskussionen wurde das Zentralblatt für Gynäkologie als Organ der DMG festgelegt.

Die nächste Vorstandssitzung fand am 19.5.1995 in Wien statt. Im Wesentlichen ging es um die Vorbereitung der ersten Tagung der DMG in Berlin im Mai 1996, um den Förderkreis und die Pressearbeit. Als Vereins-Logo wurde das von Prof. Lauritzen entworfene Logo der früheren Menopause-Gesellschaft deutschsprachiger Ländern übernommen.

Die formale Eintragung der DMG in das Vereinsregister am Amtsgericht Berlin-Charlottenburg erfolgte am 14.7.1995. Seit Juni 1996 ist die DMG als gemeinnützige Körperschaft (§51 ff. AO) vom Finanzamt Münster-Außenstadt anerkannt.


 

Die Deutsche Menopause Gesellschaft zwischen 1995 und 1998

 

Im Zusammenhang mit den Diskussionen über das Mammakarzinomrisiko wurde von H. Kuhl, B. Runnebaum und H.P.G. Schneider  eine Stellungnahme mit dem Titel „Langfristige Hormonsubstitution und Mammakarzinomrisiko: Aktuelle Bestandsaufnahme“ erarbeitet, die im Zentralblatt für Gynäkologie [117 (1995) 549-553] sowie in englischer Sprache von der International Menopause Society [Newsletter 37 (1996) 1-9] veröffentlicht wurde. Eine weitere Stellungnahme zum Thema „Hormonsubstitution im Klimakterium“ von H.P.G. Schneider, H. Kuhl, M. Dören und R.D. Hesch wurde im Zentralblatt für Gynäkologie [117 (1995) B1-B4] abgedruckt.

 

Die 1. Jahrestagung der DMG vom 16.-19.5.1996 in Berlin lief noch unter der Zusatzbezeichnung „in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Menopausengesellschaft und der Schweizerischen Menopausengesellschaft“. Bereits am 15.5.1996 traf sich der Vorstand zu einer Sitzung, bei der es vor allem um die Verleihung eines Wissenschaftspreises, die Bewerbung um den IMS-Kongress 2002 sowie um Satzungsänderungen (Gemeinnützigkeit, Junioren-/Seniorenmitgliedschaft) ging.

Die erste Mitgliederversammlung der DMG fand am 16.5.1996 statt, wobei u.a. beschlossen wurde, künftig während der Jahrestagung der DMG einen Wissenschaftspreis zu verleihen. Auf Vorschlag von Prof. Schneider einigte man sich auf eine Bewerbung um die Ausrichtung des Internationalen Menopause Kongresses 2002.

Schwerpunkte des wissenschaftlichen Programms waren die Themen: „Urogenitales Altern“, „Von der Prävention zur Therapie – Hormonsubstitution im Wandel“, „Hormonsubstitution und Brustkrebs“, „Feinabstimmung der Hormonsubstitution“, Hormonsubstitution – gestern und heute“, „Hormonsubstitution – heute und morgen“, „Alternative Therapieformen: was ist gesichert?“ sowie mehrere Rundtischgespräche.

 

Im August 1996 gab es eine „Große Anfrage“ der Fraktion der SPD im Bundestag zur Anwendung der Hormonsubstitution und deren Risiken, zu der Prof. Schneider auf Bitte des Gesundheitsministeriums Stellung nahm.

Während des 8. Internationalen Menopause-Kongresses in Sydney (3.-7.11.1996) beschloss die IMS, den 10. IMS-Kongress nach Berlin zu vergeben. Gleichzeitig wurde von der IMS als drittes Organ ein Council of Affiliated Menopause Societies (CAMS) eingerichtet und Prof. Schneider zu dessen Chairman gewählt. Dadurch wurde die DMG offiziell in die IMS eingebunden.

Bei einer Vorstandssitzung der DMG am 4.12.1996 in Frankfurt wurde beschlossen, in Münster eine Geschäftsstelle der DMG einzurichten. Weitere Themen waren u.a. eine Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Senologie, die Organschaft für das European Menopause Journal, die Herbsttagung der Europäischen Menopause Gesellschaft in Wien sowie die Herausgabe von „Mitteilungen der DMG“, die von Prof. Kuhl redaktionell koordiniert werden sollte; die erste Ausgabe erfolgte am 12.3.1997.

Zum Zeitpunkt der Vorstandssitzung am 7.2.1997 gehörten der DMG 80 Mitglieder an. Es wurde beschlossen, dass Prof. Kuhl kommissarisch die Aufgaben des Schatzmeisters übernimmt, die seit dem Rücktritt von Prof. Minne vom Sekretär der DMG, Frau Dr. Dören, verwaltetet worden waren. Die Leitung der neu in Münster eingerichteten Geschäftsstelle der DMG wurde von Dr. Jackisch (UFK Münster) übernommen.

 

Am 10.6.1997 fand in Bonn ein Gespräch bei dem Hauptgeschäftsführer der AOK, Dr. Ahrens, statt, an dem Dr. Schulte-Sasse, Prof. E.-G. Loch, Dr. Malter, Prof. Schneider und Prof. Kuhl teilnahmen. Dabei wurde vorgeschlagen, in ausgewählten KV-Bezirken nach intensiver Aufklärung der niedergelassenen Ärzte über die Hormonsubstitution das Verordnungsverhalten sowie das mit der Hormontherapie verbundene Einsparungspotential bei anderen Medikamenten in einer Studie zu überprüfen. Leider wurde dieser Vorschlag von der AOK nicht umgesetzt.

 

Am 26.11.1997 wurde in Frankfurt im Rahmen eines Symposiums der DMG die jährliche Mitgliederversammlung durchgeführt. Hauptthemen der wissenschaftlichen Tagung war der Einfluss der Sexualhormone auf die Entwicklung von Karzinomen. In der Mitgliederversammlung wurde vor allem über die kommende 2. Tagung der DMG in Bremen 1998 diskutiert. Darüber hinaus wurde angeregt, Patientenratgeber zur Hormonsubstitution herauszugeben, die von Dr. Jackisch koordiniert werden sollten.

Am 1.12.1997 hatte die DMG 103 Mitglieder.

 

Auf der Vorstandssitzung am 5.3.1998 in Freiburg, die während des 42. Symposiums der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie stattfand, wurde das vorläufige wissenschaftliche Programm der 2. Tagung der DMG in Bremen und das Datum der Mitgliederversammlung festgelegt.

Die DMG förderte die Entwicklung einer Menopause Rating Scale, die den Kupperman Index ersetzen soll. Erarbeitet wurde der Entwurf von den Professoren G.A. Hauser, J. Huber, P.J. Keller, C. Lauritzen und H.P.G. Schneider.

 

Hauptthemen der 2. Jahrestagung der DMG, die vom 25.-27.6.1998 in Bremen durchgeführt wurde, waren „Alterstheorien und praktische Ansätze der Beeinflussung von Altersvorgängen“, „Krebsentstehung – Molekularbiologische Fortschritte und gegenwärtige Empfehlungen zur Hormonsubstitution“, „Klassische Osteoporosetherapie durch HRT und Alternativen (Bisphosphonate, SERMs, Gestagene)“, „Androgensubstitution bei Mann und Frau“ und „Neuere lokale Anwendungsformen von Östradiol und Progesteron“.

Vor Beginn der DMG-Tagung fand am 25.6.1998 ein Arbeitstreffen zum Thema „Mammographische Dichteveränderungen unter der Hormonsubstitution“ statt, bei dem eine Konsensus-Stellungnahme erarbeitet wurde.


 

Die Vorstandswahlen der Deutschen Menopause Gesellschaft 1998

 

Die am 26.6.1998 durchgeführte Mitgliederversammlung, bei der Neuwahlen anstanden, war von hitzigen und emotionsgeladenen Diskussionen geprägt. Zusätzlich zu den anwesenden 43 stimmberechtigten Mitgliedern hatten 32 Personen einen Antrag auf Mitgliedschaft gestellt, die jedoch noch nicht stimmberechtigt waren. Wegen Unklarheiten über das Procedere der Wahl wurde die Sitzung für 10 Minuten unterbrochen. Als problematisch wurde empfunden, dass einige der anwesenden Mitglieder zusätzlich über zahlreiche schriftliche Stimmenübertragungen verfügten. Allein Frau Dr. Dören verfügte über 13 Stimmenübertragungen. Der Wahlausschuss setzte sich aus Prof. Lauritzen (Vorsitzender), Prof. Melchert (Protokollführer) und Prof. Runnebaum (Beisitzer) zusammen. In der erregten Debatte über die Wahlvorschläge und die Abstimmungsweise sowie die mögliche Verzerrung der Wahlergebnisse durch die im Vorfeld organisierten Stimmenübertragungen verließen zahlreiche Mitglieder die Versammlung, so dass sie nicht mehr beschlussfähig war (erforderlich mindestens 30 ordentliche Mitglieder) . Daraufhin wurde von den noch anwesenden Mitliedern beschlossen (15 ja, 2 Enthaltungen), die Wahl des Vorstands in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung anlässlich des Deutschen Gynäkologen-Kongresses in Nürnberg durchzuführen.

 

Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 10.9.1998 in Nürnberg waren insgesamt 96 Mitglieder – persönlich anwesend oder mittels Stimmenübertragung – stimmberechtigt. Die reibungslos durchgeführten Wahlen führten – mit Ausnahme von Frau Dr. Dören – zu einer völligen Neubesetzung des Vorstands:

 

Prof. T. von Holst, Präsident

Prof. W. Distler, Vizepräsident

Prof. D. Felsenberg. Schatzmeister

PD Dr. M. Dören, Sekretär

Prof. A. Wolf

Dr. B. Schultz-Zehden

Prof. T. Römer

 

Während der Wahl hatte Prof. Lauritzen vorgeschlagen, Prof. Schneider als Vizepräsidenten in den Vorstand zu wählen, um die DMG in die Vorbereitungen für den Kongress der Internationalen Menopause Gesellschaft in Berlin 2002 einbinden zu können. Auf Vorschlag von  Prof. von Holst wurde stattdessen Prof. Distler gewählt. Die sich daraus ergebenden Zweifel an einer guten Zusammenarbeit mit dem neuen Vorstand der DMG bewogen Prof. Schneider, der persönlich von der IMS den Auftrag zur Durchführung des IMS-Kongresses erhalten hatte, den „Verein zur Durchführung des 10th International Congress on the Menopause e.V.“ zu gründen. Die Gründungsversammlung fand am 4.5.1999 in Münster statt. Gründungsmitglieder waren neben Prof. Schneider die Professoren Braendle, Emons, Kuhl, Nawroth, Ringe, Römer, und Ziegler sowie PD Behre. Der Verein, dessen Aufgabe die Vorbereitung und Durchführung des IMS-Kongresses in Berlin vom 10.-14.6.2002 war, wurde am 2.8.1999 in das Vereinsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg eingetragen.


 

Die Deutsche Menopause Gesellschaft zwischen 1999 und 2001

 

Die konstitutierende Sitzung des neuen Vorstands der DMG fand am 30.1.1999 in Berlin statt. Dabei wurde als Termin einer konstituierenden Tagung des Förderkreises pharmazeutischer Unternehmen der 5.3.1999 in Berlin festgelegt. Die Geschäftstelle der DMG wurde nach Berlin verlegt und die nächste Mitgliederversammlung für den 10.9.1999 in Berlin einberufen. Es wurde diskutiert, zum Journal für Menopause als Organ der DMG zu wechseln, doch war dazu eine Satzungsänderung erforderlich.

Die wissenschaftlichen Hauptthemen der 3. Jahrestagung der DMG vom 10.-11.9.1999 in Berlin waren  „Hormone, Gefäß- und Fettstoffwechsel“, „Knochenstoffwechsel – Hormonersatztherapie, Alternativen und Novitäten“ sowie „Tabuthemen in der Postmenopause“. Am Nachmittag fand das sogenannte Frauenforum, eine öffentliche Veranstaltung der DMG und der „Women’s Health Coalition“,  statt.

An der Mitgliederversammlung, die am 10.9.1999 stattfand nahmen 31 Mitglieder teil. Es wurde berichtet, dass der Förderkreis der DMG 15 Mitglieder aufweist, die jährlich jeweils DM 5000,– zur Wissenschaftsförderung zur Verfügung stellen. Einstimmig wurde beschlossen (31 Anwesende und 8 Stimmübertragungen), künftig das Journal für Menopause als Mitteilungsblatt der DMG zu nutzen. Es schloss sich eine rege Diskussion über die Ausübung des Stimmrechts der ordentlichen Mitglieder an. Darüber hinaus wurde über die Stiftung eines mit DM 10.000,– dotierten „Christian-Lauritzen-Preis“ berichtet.

 

Während der 4. Jahrestagung der DMG in Köln wurde am 4.11.2000 die jährliche Mitgliederversammlung durchgeführt. Es wurde die Änderung der Satzung dahingehend beschlossen, dass die Möglichkeit der Vertretung des Stimmrechts gestrichen wird. Damit wurden die Konsequenzen aus den unrühmlichen Vorgängen bei der Wahl des jetzigen Vorstands gezogen.

Hauptthemen des wissenschaftlichen Programms der  4. Jahrestagung der DMG waren „Hormone und Brust“, „Bewegungsapparat der Frau“, „Hormonsubstitution und Blutungsprobleme“ sowie „Der alternde Mann“.

 

Im Rahmen der 5. Jahrestagung der DMG fand die Mitgliederversammlung am 22.9.2001 in Dresden statt. Dabei wurde berichtet, dass das Organ der DMG, das Journal für Menopause, an die Mitglieder sowie an etwa 8000 Gynäkologen und Gynäkologinnen versandt wird, wozu die DMG einen finanziellen Beitrag leistet. Zu diesem Zeitpunkt hatte die DMG knapp 300 Mitglieder. Es wurde eine Homepage im Internet eingerichtet (www.menopause-gesellschaft.de), die allen Mitgliedern als Forum zur Verfügung steht. Es wurde vorgeschlagen, die Tagungen der DMG 2002 in Berlin und 2003 in Köln gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie abzuhalten.

Die anstehenden Wahlen des Vorstands verliefen unter dem Vorsitz von Prof. Göretzlehner reibungslos. Dem neuen Vorstand gehörten an:

 

Prof. W, Braendle, Präsident

Prof. T. von Holst, Vizpräsident

PD A.O. Mueck, Schatzmeister

Prof. T. Römer, Sekretär

Dr. D. Foth

Dr. B. Schultz-Zehden

Prof. H. Kuhl

 

Zu den wissenschaftlichen Hauptthemen der 5. Jahrestagung der DMG, die vom 21.-22.9.2001 in Dresden durchgeführt wurde, zählten „Karzinogenität und Steroide“, „Phytohormone und Ernährung“, „Herz-Kreislauf und Hormone“, „Stoffwechselerkrankungen und Hormone“. Dazu kamen noch zwei Lunchsymposien zu den Themen „Intranasale Estrogentherapie“ und „Gewebespezifische Substitutionstherapie“.

Der „Christian-Lauritzen-Preis“ wurde an Herrn Dr. Volker Viereck (Göttingen) für seine Arbeit „The phytoestrogen genistein stimulates the production of osteoprotegerin by human trabecular osteoblasts“ verliehen.


 

Internationaler Menopause-Kongress / 6. Jahrestagung der DMG in Berlin 2002

Der 10. Internationale Menopause-Kongress vom 10.-14.6.2002 in Berlin, der unter der Leitung des Tagungspräsidenten Prof. H.P.G. Schneider ein großer Erfolg wurde, hätte ein Highlight in der Geschichte der DMG werden können. Wegen der Ausgrenzung von Prof. Schneider aus dem Vorstand der DMG, die von einigen Mitgliedern betrieben worden war, trat ein eigens dazu gegründeter Verein als Veranstalter in Erscheinung. Der Kongress fand nicht nur wegen seines hohen wissenschaftlichen Niveaus, sondern auch wegen der glänzenden Organisation und des gelungenen Beiprogramms große internationale Anerkennung. Insgesamt nahmen 4.385 Teilnehmer und 311 Begleitpersonen aus aller Welt teil. Der Kongress wurde auch finanziell ein Erfolg. Von dem Überschuss, der zum großen Teil an die IMS ging, wurde ein größerer Betrag der DMG zur Verfügung gestellt. Die restlichen Mittel wurden in eine Stiftung eingebracht, die von dem am neu gegründeten „Verein zur Förderung der Medizin des Klimakteriums e.V.“ verwaltet wurde.


 

Die Menopause Gesellschaft zwischen 2002 und 2004

 

Die konstituierende Sitzung des neuen Vorstands der DMG fand am 9.1.2002 in Berlin statt.

Dabei wurde vor allem auf die Möglichkeiten hingewiesen, welche die Homepage der DMG im Internet bietet. Weitere Themen waren der Internationale Menopause-Kongress 2002 in Berlin, bei dem eine wissenschaftliche Sitzung der DMG sowie die Mitgliederversammlung geplant war, sowie die Gestaltung der 6. Jahrestagung in Köln 2003. Die Mitgliederzahl hatte die Zahl von 300 überschritten, darunter 57 Mitglieder aus Universitäten und 28 aus der Industrie. Es wurde beschlossen, den bisherigen Medienarbeitskreis aufzulösen und künftig themenbezogene Experten einzusetzen.

 

Während des 10. IMS-Kongresses in Berlin traf sich der Vorstand der DMG am 12.6.2002 zu einer Sitzung. Dabei berichtete Prof. Braendle über die Einrichtung der Internetseiten der DMG, die als Forum für die wissenschaftlichen Aktivitäten sowie die Veröffentlichung von Stellungnahmen und Diskussionsbeiträgen dienen soll. Prof. Römer informierte über den Stand der Vorbereitungen der kommenden Tagung in Köln, die gemeinsam mit dem Symposium der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie durchgeführt werden sollte.

In der anschließenden Mitgliederversammlung wurden die vorgeschlagenen Satzungsänderungen zur Klarstellung der Aufgaben des Vorstands, zum Stimmrecht bei der Mitgliederversammlung sowie zum künftigen Procedere bei Satzungsänderungen einstimmig von den anwesenden 34 Mitgliedern angenommen. Darüber hinaus wurde über die Planungen für die 6. Jahrestagung der DMG 2003 in Köln berichtet.

 

Die 7. Jahrestagung in Köln vom 5.-8.3.2003 war gemeinsam mit dem 47. Symposium der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie organisiert worden. Wissenschaftliche Hauptthemen waren „Hormonsubstitution und Mammakarzinom“ und „Hormonsubstitution und kardiovaskuläre Erkrankungen“, die auch während der Fortbildungsveranstaltung am 8.3.2003 im Fokus standen. Am 6.3.2003 traf sich der Vorstand der DMG zu einer Sitzung in Köln. Dabei wurden insbesondere die zukünftigen Aktivitäten (Tagungen, Fortbildung) sowie die Öffentlichkeitsarbeit und die Kooperation mit anderen Gesellschaften diskutiert. Die Mitgliederversammlung fand am 7.3.2003 statt.

 

Zu einer weiteren Vorstandssitzung traf man sich am 16.12.2003 in Frankfurt. Im Mittelpunkt stand das Programm der 7. Jahrestagung vom 18.-19.6.2004 in Hamburg. Mit einer Veranstaltung für die Öffentlichkeit, bei der die Teilnahme eines Moderators vom NDR sowie einer Redakteurin des Hamburger Abendblatts geplant war, sollten die Laienmedien einbezogen werden, um das verzerrte Bild über die Hormonsubstitution zu korrigieren. Diskutiert wurde auch die Zusammenarbeit mit den Herausgebern des Journal für Menopause und die Finanzierung der Aussendungen. Schließlich wurde über die Organisation der Wahlen bei der kommenden Mitgliederversammlung in Hamburg 2004 beraten.

Am 17.6.2004 trat der Vorstand im CCH Hamburg zusammen, um über den bevorstehenden Kongress sowie die anstehenden Neuwahlen während der Mitgliederversammlung zu beraten. Von dem bisherigen Vorstand konnten Frau Dr. Schultz-Zehden, Prof. von Holst und Prof. Römer satzungsgemäß nicht mehr dem Vorstand angehören, während Prof. Braendle das Amt des Präsidenten abgeben wollte und Prof. Kuhl nicht mehr zur Verfügung stand.

 

Im Mittelpunkt der 8. Jahrestagung der DMG standen am 18.6.2004 aktuelle wissenschaftliche Themen, wobei grundsätzliche Fragen zur Pathogenese des M. Alzheimer, zu epidemiologischen Studien und zur Bedeutung von Polymorphismen diskutiert wurden. Der 19.6.2004 stand dann im Zeichen der Fortbildung. Die Referate und regen Diskussionen befassten sich mit den umstrittenen Ergebnissen der WHI-Studie und anderer Untersuchungen zur Prävention sowie zur Nutzen-Risiko-Abschätzung der Hormonsubstitution.

Der Kongress litt unter einer relativ niedrigen Teilnehmerzahl und dem geringen Engagement der Pharmaindustrie – eine Folge ihrer durch den Umsatzeinbruch ausgelösten finanziellen Probleme. Die dadurch verursachte Finanzierungslücke konnte durch die Spende des „Vereins zur Förderung der Medizin des Klimakteriums e.V.“ aufgefangen werden. Ein großer Erfolg war dagegen eine Veranstaltung für die Öffentlichkeit am späten Nachmittag des 18.6.2004, zu der die DMG gemeinsam mit dem Berufsverband der Frauenärzte Hamburg und mit Unterstützung des Hamburger Abendblatts und des NDR eingeladen hatte. Es kamen etwa 250 interessierte Frauen und einige Männer, um sich über die tatsächlichen Vorteile und Risiken der Hormonsubstitution zu informieren. Unter der Moderation von Frau Kerstin Michaelis vom NDR entwickelte sich eine sehr rege, größtenteils auch sachlich geführte Diskussion.

 

Die Mitgliederversammlung am 18.6.2004, bei der die Vorstandswahlen im Mittelpunkt standen, verlief harmonisch. Zunächst wurde der „Christian-Lauritzen-Preis“ Frau Birgit Zimmermann für ihre Arbeit „Verhältnis von 2-Hydroxyestron zu 16-Hydroxyestron bei Frauen mit und ohne Brustkrebs – Fall-Kontroll-Studie“ sowie Herrn PD Dr. Oliver Wolf für seine Arbeit „Estradiol or estradiol/progesterone treatment in older women: no strong effects on cognition“ überreicht.

Die Wahlvorschläge des Vorstands der DMG wurden nahezu einstimmig (bei jeweils einer Enthaltung) angenommen. Unter der Leitung von Prof. Göretzlehner und der Beisitzer Frau Dr. Kleinkauf und Dr. Gent wurden in den neuen Vorstand, der ab 1.1.2005 die DMG führen sollte, folgende Kollegen gewählt:

 

Prof. Ludwig Kiesel, Präsident

Prof. Wilhelm Braendle, Vizepräsident

PD Dr. Alfred O. Mueck, Schatzmeister

Prof. Dr. Joseph Neulen, Sekretär

Frau Dr. Dolores Foth

Frau Dr. Katrin Schaudig

PD Dr. Peyman Hadji

 

Der Festabend fand in gelöster Atmosphäre auf dem Windjammer Rickmer Rickmers statt, der an den Landungsbrücken von St. Pauli vor Anker lag. In der Fortbildungsveranstaltung am 19.6.2004 wurden vor allem die aktuellen Probleme bei der Hormonsubstitution diskutiert. Es wurde beschlossen, den nächsten Kongress der DMG vom 17.-18.6.2005 in Münster unter der Leitung von Prof. Kiesel durchzuführen.


 

Die Menopause Gesellschaft zwischen 2005 und 2017

 

Die 9. Jahrestagung fand vom 17.-18.6.2005 in Münster unter der Leitung von Prof. Ludwig Kiesel statt. Im Fokus der wissenschaftlichen Vorträge standen die Funktionsmechanismen und Wirkungen der Steroidhormone im Hinblick auf ihre therapeutische Anwendung, während der zweite Tag traditionell der Darstellung und Diskussion praxisrelevanter Themen gewidmet war.

 

Die 10. Jahrestagung wurde vom 26.-27.4.2006 unter der Leitung von Prof. Neulen in Aachen durchgeführt. Im Rahmen dieser Veranstaltung fand am 27.4.2006 auch die Vorstandssitzung der DMG statt. Zum Thema Öffentlichkeitsarbeit wurde beschlossen, dass die Mitglieder des Vorstandes jeweils zwei Veranstaltungen in ihrer Region vornehmen. Des Weiteren soll die Bearbeitung der Homepage intensiviert werden.
Der Christian Lauritzen-Preis wurde Frau Dr. Petra Stute, Universitätsklinikum Münster für die Arbeit „Effect of menopausel status and hormone therapy on estrogen biosynthesis in mammary tissue“ verliehen.

 

Die 11. Jahrestagung fand vom 20.-21.4.2007 in Freiburg unter der Leitung von Prof. Dr. Zahradnik statt. In der Mitgliederversammlung am 21.4.2007 gab es bei den Vorstandswahlen einige Veränderungen. Frau Dr. P. Stute übernahm das Schatzmeisteramt von Prof. Dr. A. O. Mueck aus Tübingen.

 

Aus dem Vorstand schieden aus:

Sie wurden ab 2008 ersetzt durch:

Prof. Dr. A. O. Muck (Tübingen)

Prof. Dr. E. Windler (Hamburg)

Frau PD Dr. D. Foth aus Köln

Frau PD Dr. Inka Wiegratz (Frankfurt)

Prof. Dr. W. Braendle aus Hamburg

Frau Dr. P. Stute (Münster)

 

Der Christian Lauritzen-Preis wurde in diesem Jahr an Frau S. Schwarz (Berlin) für die Arbeit „Menopausel hormone therapy and gallbladder disease, the study of Health in Pomerania (SHIP)“ Berlin verliehen.
Als neues Organ der DMG wurde die Zeitschrift „Gynäkologische Endokrinologie“ (Springer Verlag) bestimmt, die seitdem den Mitgliedern kostenlos zugesandt wird. Weiterhin wurde die Homepage von Frau Dr. Stute neu konzipiert. Wie geplant, fanden Laien-Veranstaltungen in der jeweiligen Region der Vorstandsmitglieder statt.

Am 12. Oktober 2007 verstarb im 84. Lebensjahr der Ehrenpräsident der Gesellschaft, Prof. Dr. Christian Lauritzen. Aus seiner wissenschaftlichen Tätigkeit gingen über 500 Publikationen sowie zahlreiche Bücher hervor, die er entweder selbst verfasst oder herausgegeben hatte. Beispielsweise wurden Kurzfassungen der Vorträge, die während der Tagungen der Menopause Gesellschaft deutschsprachiger Länder gehalten worden waren, in 8 Bänden unter dem Titel „Menopause-Hormonsubstitution heute“ veröffentlicht.

 

Die 12. Jahrestagung wurde unter dem Motto „Gemeinsam die Zukunft gestalten – aus der Wissenschaft für die Praxis“ vom 6.-8.3.2008 in Frankfurt durchgeführt. Unter der Leitung von Prof. P. Hadji wurde die Veranstaltung auf 3 Tage erweitert, sodass 4 verschiedene Workshops zum Thema Osteoporose angeboten werden konnten.

Nach dem Tod von Prof. Lauritzen wurde der Christian Lauritzen-Preis weiterhin wie bisher an hervorragende Wissenschaftler auf dem Gebiet der Menopause verliehen. Dieser Preis ging 2008 an Prof. T. Rabe. Außerdem wurde beschlossen, die wissenschaftlichen Beiträge für die Jahrestagung 2009 finanziell mit € 500,– zu unterstützen.

 

Mit dem Motto „Menopause – Der Blick über den Tellerrand“ fand die 13. Jahrestagung unter der Leitung von Frau Dr. Schaudig vom 6.-7.11. 2009 im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf statt. Zur Förderung von wissenschaftlicher Forschung im Bereich Menopause wurde auf dieser Tagung erstmals anstelle einer Postersession am Freitag Vormittag eine Sitzung mit dem Titel „Neues aus der Wissenschaft“ eingeführt. Als Anreiz zur Teilnahme erhielten die jungen Wissenschaftler eine Subvention ihrer Reisekosten sowie der Kongressgebühr und ein Jahr freie Mitgliedschaft in der DMG. Mit 17 Referenten war die Sitzung ein voller Erfolg.
Der Christian Lauritzen-Preis ging zu gleichen Teilen an Dr. Volker Ziller (Marburg) für die Arbeit „Adherence and persistence in patients with postmenopausel osteoporosis treated with raloxifene“ und an Dr. Cornelia Liedtke (Münster) für die Arbeit „Die Bedeutung des Menopausestatus für die Prognose des tripelnegativen Mammakarzinoms“.

Während der Vorstandsitzung am 5.11.2009 wurde vom Vorstand beschlossen, ab Frühjahr 2010 eine Geschäftsstelle einzurichten, die sich um alle Belange der DMG kümmern und die Interessen der Gesellschaft vertreten soll. Dieser Beschluss wurde den Mitgliedern während der Mitgliedersammlung am 6. November 2009 vorgestellt. Im Februar 2010 wurde die Geschäftsstelle nach Marburg/Lahn verlegt und in den Räumlichkeiten der Fa. Softconsult, Marburg/Lahn eingerichtet.

Gemeinsam mit dem Vorstand wurde ein Konzept erarbeitet, das die Gesellschaft bei ihren Aktivitäten und der Außendarstellung unterstützt. Neben der Kontaktaufnahme zur Presse wurde u.a. von der Geschäftsstelle ein Flyer entworfen. Unter dem Titel „Deutsche Menopause Gesellschaft e.V. – Wir stellen uns vor“ beschreibt der Flyer die Geschichte und Ziele der DMG in kompakter Weise. Da das beigefügte Anmeldeformular von vielen Ärzten genutzt wurde, konnte im Laufe des Jahres 2010 der aktuelle Mitgliederstand um 45% erhöht werden.

In Verbindung mit der Schweizer Menopause Gesellschaft wurden in Marburg und Bern zwei Patientennachmittage durchgeführt. Erstmalig erschien im November 2010 der „Newsletter-First to know“, der allen Mitgliedern per e-mail zugeschickt und auf die Website gestellt wird. Geplant war der Newsletter in regelmäßigen Abständen.

 

Die 14. Jahrestagung fand – wie auch alle nachfolgenden Jahrestagungen – in Frankfurt statt. Sie wurde vom 26.-27.11.2010 unter Leitung von Prof. P. Hadji durchgeführt. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl von 250 Personen, der interessanten Themen sowie der großen Zahl von Ausstellern wurde die Tagung ein voller Erfolg. Sie stand unter dem Motto „In Zeiten des Wechsels – Orientierung geben“ und stellte die Lebenswirklichkeit der peri- und postmenopausalen Frau in den Mittelpunkt. Die neuen S-III-Leitlinien zur Hormonersatztherapie und deren Einfluss auf die Beratung der Frauen in den Wechseljahren wurden ausgiebig diskutiert. Dabei wurden auch die Probleme der Frauen in der fortgeschrittenen Postmenopause angesprochen.

Parallel zu einem völlig überbuchten Osteoporose-Workshop fand am 26.11.2010 die Sitzung „Neues aus der Wissenschaft“ statt. Für die Teilnehmer war der Kongress kostenlos, ihre Reisekosten wurden erstattet und für ein Jahr wurde ihnen die freie Mitgliedschaft angeboten.

 

Die besten drei Vorträge wurden mit Preisen in Höhe von insgesamt € 2.500,– € prämiert: Der 1. Preis ging an Dr. Martin Götte (Münster) für die Arbeit „Charakterisierung endometrialer Stammzellen im Kontext der menopausalen Endometriumhyperplasie“, der 2. Preis an Dr. May Ziller (Marburg) für die Arbeit „Einfluss einer Therapie mit Exemestan oder Tamoxifen auf den Knochenstoffwechsel im Rahmen der „Tamoxifen Exemestan Adjuvant Multinational (TEAM)“ Studie: Auswertungen einer Meta- Analyse“ und der 3. Preis an Dr. Christina Kliebe (Marburg) für die Arbeit “Compliance and Efficacy of Ibandronate 3 mg iv Quarterly vs. oral Alendronate Real World Data with the Non-interventional Study VIVA”. Der Christian-Lauritzen-Preis wurde in diesem Jahr nicht vergeben.

 

In der Mitgliederversammlung am 26.11.2010 wurden vier neue Vorstandsmitglieder gewählt, die ab 2011 tätig werden sollten:

 

neu im Vorstand:                                                              im Vorstand verbleiben:

Prof. A.O. Mueck (Tübingen)                                        Priv.-Doz. P. Stute (Münster)

Prof. C.J. Thaler (München)                                         Priv.-Doz. I. Wiegratz (Frankfurt)

Dr. M. Ziller (Marburg)                                                  Prof. E. Windler (Hamburg)

Dr. A. Schwenkhagen (Hamburg

 

Aus dem Vorstand mussten aufgrund einer zweimaligen Amtsperiode ausscheiden:

Prof. L. Kiesel (Münster)

Prof. P. Hadji (Marburg)

Prof. J. Neulen (Aachen)

Dr. K. Schaudig (Hamburg)

 

Die Mitgliederzahl der Gesellschaft stieg im Jahr 2011 auf 720 an.
In Marburg, Frankfurt und Bern (in Verbindung mit der Schweizer Menopause Gesellschaft) wurden Patientenveranstaltungen durchgeführt.

Der „Newsletter-First to know“, der von Frau Priv.-Doz. Dr. Stute verfasst wird, etablierte sich und erscheint alle 2 Monate. Er geht allen Mitgliedern per Mail zu und wird in der Gynäkologischen Endokrinologie, in der GYNE sowie auf der Website veröffentlicht.

 

Die 15. Jahrestagung, die vom 18.-19. November 2011 in Frankfurt unter dem Motto „Wechseljahre – Schicksal oder Herausforderung?“ durchgeführt wurde, bot ein interdisziplinäres Programm mit nationalen und internationalen Experten. Erstmals wurde das Thema Andropause aufgenommen. Etwa 230 Teilnehmer waren der Einladung der Kongresspräsidentinnen Priv.-Doz. Petra Stute (Bern) und Prof. Inka Wiegratz (Frankfurt) sowie des DMG-Präsidenten Prof. A.O. Mueck (Tübingen) gefolgt. Begleitend fanden Workshops zur Osteoporose sowie zum Stoffwechsel / Metabolischen Syndrom statt.
Auch diesmal lag ein Schwerpunkt der Tagung auf der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Von den 25 Abstracts, die zum Teil aus angrenzenden Fachgebieten eingereicht wurden, konnten sich 10 Nachwuchswissenschaftler mit Vorträgen um den Preis für den besten Beitrag bewerben.

 

Der 1. Preis (€ 1.250,–) ging an Lars Anneken (Frankfurt) für die Arbeit „Hohes Östradiol führt zu kürzerem QT-Intervall im EKG und verstärkt die Präsenz von KCNH2-Ionenkanälen an der Membran“,
der 2. Preis (€ 750,–) an Leila Kolios (Ludwigshafen) für die Arbeit „Die Wirkung von Östrogen und Alendronat auf die metaphysäre Frakturheilung des osteoporotischen Knochens“,
der 3. Preis (€ 500,-) an Nina Acola (Bochum) für die Arbeit „Cell cycle regulation and proliferation in lichen sclerosus“.

 

Zudem wurde der mit 5.000 Euro dotierte Christian Lauritzen-Preis an Helen Schneck (Tübingen) für die Arbeit „Möglicher Mechanismus für das erhöhte Brustkrebsrisiko unter Estrogen/Norethisteron- Kombination: PGRMC1 Überexpression.“

Im Jahr 2012 wurde die Zahl von 1.000 Mitgliedern überschritten. Patientenveranstaltungen wurden in Gießen, Marburg/Lahn und Frankfurt am Main durchgeführt.

 

Die 16. Jahrestagung fand vom 16.-17.11.2012 unter Leitung von Prof. A.O. Mueck in Frankfurt statt und stand unter dem Motto „Renaissance der Hormonersatztherapie“. Zum ersten Mal war diese Veranstaltung mit 300 Teilnehmern ausgebucht.

Das interdisziplinäre Programm mit zahlreichen nationalen und internationalen Experten befasste sich mit der richtigen Anwendung einer Hormontherapie, dem Stellenwert der Behandlung in Abhängigkeit von den Indikationen, Zielorganen und Risikofaktoren, wies aber auch auf mögliche Alternativen und künftige Therapieentwicklungen hin. Begleitend fanden wieder Workshops zur Osteoporose und zum Stoffwechsel/ Metabolischen Syndrom statt, die rasch ausgebucht waren.

 

Zur Sitzung „Neues aus der Wissenschaft“ wurden 10 Nachwuchswissenschaftler nach Frankfurt eingeladen. Die besten drei Arbeiten wurden prämiert:
1. Preis (€ 1.250,–) Kristin Weiss (Münster): „siRNA-vermitteltes Silencing des Stammzellmarkers Msi1 führt zur Hemmung des Endometriumkarzinoms in vivo“
2. Preis (€ 750,–) Christina Blassl (Tübingen): „PGRMC1 ermöglicht agonistische Effekte von Tamoxifen auf MCF-7 Mammakarzinomzellen“
3. Preis (€ 500,–) Ioannis Kyvernitakis (Marburg): „Einfluss von klimakterischen Beschwerden unter einer Aromatasehemmertherapie bei postmenopausalen Patientinnen mit pr. Mammakarzinom auf die Compliance anhand der Menopause Rating Scale: Ergebnisse der Compas Studie“

Mit dem Christian Lauritzen-Preis wurde Dr. med. Johannes Keller, Hamburg, für seine Arbeit zum Thema „Pharmacological estrogen administration causes a FSH-independent osteo-anabolic effect requiring ER-alpha in osteoblasts“ ausgezeichnet. Die Arbeit war mit € 5.000,– dotiert.

Abschließend darf für das Jahr 2012 festgehalten werden, dass das Motto der Jahrestagung „Renaissance“ nicht nur für die Tagung, sondern auch dem wieder wachsenden Interesse an spezifischen Fragestellungen rund um die Menopause zutraf.

 

Im Jahr 2013 konnte sich die DMG über einen weiteren Zuwachs an neuen Mitgliedern freuen. Mit 1.250 Mitgliedern gehörte sie nun zu den größten Fachgesellschaften Deutschlands und stellte weltweit die größte Menopause Gesellschaft dar.

Die 17. Jahrestagung fand vom 15.-16.11. 2013 unter dem Motto „Menopause – Interdisziplinärer Dialog“ statt. An der Veranstaltung, die von Prof. Inka Wiegratz (Wiesbaden) und Dr. May Ziller (Marburg) geleitet wurde, nahmen etwa 340 Besucher teil.

In der Sitzung „Neues aus der Wissenschaft“ wurden die besten drei Arbeiten prämiert:

1. Preis (€ 1.250,–) Dr. Leila Kolios (Heidelberg) „The potence of Black cohosh (Cimicifuga racemosa) to support osteoporotic metaphyseal fracture healing is stronger in early stage of osteoporosis than in manifest
osteoporosis of ovariectomized rats – combination of two studies“

2. Preis (€ 750,–) Dr. Birgit-Christiane Zyriax (Hamburg) „The association of genetic markers for type 2 diabetes with prediabetic status – cross-sectional data of a diabetes prevention study“

3. Preis (€ 500,–) Dr. Ioannis Kyvernitakis (Marburg) „Haben Patientinnen mit Mammakarzinom unter einer adjuvanten Therapie mit Anastrozol einen Unterschied in den Serumspiegeln von Östradiol und Knochenstoffwechselmarkern in Abhängigkeit vom BMI?“

Für die Sitzung „Neues aus der Wissenschaft“ wurde in diesem Jahr eine eigene Microsite eingerichtet, auf der alle bisherigen Preisträger mit ihren Abstracts benannt sind. Weiterhin findet man an dieser Stelle das Anforderungsprofil für die Einreichung von Abstracts bei künftigen Veranstaltungen.

Den mit € 5.000,– dotierten Christian Lauritzen-Preis erhielt Frau Dr. Marie-Kristin von Wahlde (Münster) für ihre Arbeit „Die Rolle der Androgene beim Mammakarzinom nach der Menopause – antiandrogene Therapie als neue Therapieoption?“

 

Während der Mitgliederversammlung am 15.11.2013 wurde die Satzung mit einstimmigem Beschluss geändert. Anschließend fand die Wahl des neuen Vorstands statt, der sich ab 1.1.2014 folgendermaßen zusammensetzte:

 

Präsident: Prof. A. O. Mueck (Tübingen)

Vizepräsident: Prof. E. Windler (Hamburg)

Schatzmeister: Priv.-Doz. P. Stute (Bern)

Schriftführer: Dr. M. Ziller (Marburg)

Dr. A. Schwenkhagen (Hamburg),

Prof. C.J. Thaler (München)

Dr. B. Zyriax (Hamburg)

 

Nach sechsjähriger Tätigkeit schied auf eigenen Wunsch Prof. Inka Wiegratz (Wiesbaden) aus dem Vorstand aus.

Im Jahr 2014 wurde erstmals seit Bestehen der Gesellschaft der Mitgliedsbeitrag von € 25,– auf € 40,-erhöht. Dies konnte jedoch die stetige Zunahme der Mitgliederzahl nicht bremsen, so dass die DMG mit inzwischen 1.400 Mitgliedern weiterhin die weltweit größte Menopause Gesellschaft darstellte.

 

Mit 350 Teilnehmern war die 18. Jahrestagung, die vom 14.-15.11.2014 unter dem Motto „Noch genauer hinsehen…“ stattfand, wieder sehr gut besucht. Erneut waren die beiden Workshops bereits einige Wochen zuvor ausgebucht. Die Veranstaltung wurde, unterstützt durch Priv.-Doz. Birgit-Christiane Zyriax und Prof. Eberhard Windler , von dem „Hamburger Team“ Dr. Anneliese Schwenkhagen und Dr. Katrin Schaudig geleitet.

In der Sitzung „Neues aus der Wissenschaft“ wurden die Auszeichnungen für die drei besten Beiträge vergeben. Der 1. Preis (€ 1.250,–) ging an cand. med. Ladina Noser (Bern), der 2. Preis (€ 750,–) an Dr. Nicole C. Eckert (München) und der 3. Preis (500 Euro) an Frau Prof. Xiangyan Ruan (Tübingen).

Den mit € 5.000,– dotierten „Christian-Lauritzen-Preis“ erhielt Herr Dr. Ioannis Kyvernitakis (Marburg) für seine Arbeit: „Comparison of Dual-energy X-ray Absorptiometry (DXA) with Six Quantitative Ultrasonometry (QUS) Devices in women with Hip Fractures“.

 

Die 19. Jahrestagung wurde unter dem Motto „Hormone! Nichts geht ohne sie!?“ vom 13.-14.11.2015 durchgeführt und war mit 400 Teilnehmern ausgebucht. Für die wissenschaftliche Leitung war ein Dreiländer-Kongress-Komitee, bestehend aus Priv.-Doz. P. Stute (Bern), Prof. C.J. Thaler (München) und Prof. L. Wildt (Innsbruck), verantwortlich.

Prof. A.O. Mueck hatte während seiner Eröffnungsrede das Vergnügen, das 1.500ste Mitglied der DMG persönlich mit einem Blumenstrauß begrüßen zu dürfen. Darüber hinaus waren für das neue Mitglied die Teilnahme am Kongress sowie die Mitgliedschaft im ersten Jahr kostenlos, und die Reisekosten wurden erstattet.

Für den mit € 5.000,– ausgeschriebenen „Christian-Lauritzen-Preis“ lag in diesem Jahr keine preiswürdige Arbeit vor. Stattdessen wurde an Prof. P. Stute (Bern) und Prof. M. Götte (Münster) der Preis für den Forschungsantrag „Einfluss von Progesteron auf den Energieverbrauch in der Menopausalen Transition“ vergeben.

Die Auszeichnungen für die besten Beiträge in der Sitzung „Neues aus der Wissenschaft“ wurden folgendermaßen vergeben:

den 1. Preis (€ 1.250,–) erhielt Tanja K. Eggersmann (München), den 2. Preis (€ 750,–) Franziska Fauser (Ulm) und den dritten Preis Dr. M. Mögele (Regensburg).

Da bei dieser Tagung das Maritim Hotel sein Kapazitätslimit erreicht hatte, entschloss sich der Vorstand, ab 2016 die Jahrestagung im Radisson Blu Hotel Frankfurt durchzuführen.

 

Das Jahr 2016 startete mit den Vorbereitungen für die erste Fortbildungsreihe der DMG „Curriculum Menopause“. Die Arbeitsgruppe Dr. Katrin Schaudig, Dr. Anneliese Schwenkhagen, Prof. Eberhard Windler, Dr. May Ziller und Priv.-Doz. Birgit-Christiane Zyriax planten zwei aufeinander aufbauende Module über jeweils zwei Tage, die die Physiologie und Pathophysiologie der Peri- und Postmenopause sowie die sich daraus ergebenden möglichen Therapiekonzepte für Standard- und Spezialsituationen beleuchten. Der interdisziplinäre Blickwinkel hat einen besonderen Stellenwert. Die Thematik wird anhand von Falldarstellungen, kombiniert mit Impulsvorträgen, erarbeitet. Die in Hamburg vom 18.-19.11.2016 durchgeführte Eröffnungsveranstaltung (Modul I) war nach kurzer Zeit völlig ausgebucht.

 

Die 20. Jahrestagung fand vom 11.-12.11.2016 unter dem Motto „Menopause und darüber hinaus“ im Radisson Blu Hotel Frankfurt statt. Die von rund 400 Teilnehmern besuchte Veranstaltung wurde von Prof. Kai J. Bühling (Hamburg) und Dr. May Ziller (Marburg) geplant. Auch die vier angebotenen Workshops waren alle ausgebucht.

In der Sitzung „Neues aus der Wissenschaft“ wurde der erste Preis (€ 1.250,–) an Prof. Petra Stute (Bern), der zweite Preis (€ 750,–) an Gina Alicia Mackert (Ludwigshafen) und der dritte Preis (€ 500,–) an Priv.-Doz. Birgit-Christiane Zyriax (Hamburg) vergeben.

Der mit € 5.000,– dotierte Christian-Lauritzen-Preis wurde an Marina Willibald (Düsseldorf) für die Arbeit „Progesterone Receptor Membrane Component 1 is Phosphorylated upon Progestin Stimulation and binds to Estrogen Receptor a-Coregulators PHB1 and PHB2 in Breast Cancer Cells“ verliehen.

 

Am 11.11.2016 wurde während der alljährlichen Mitgliederversammlung der neue Vorstand, der ab 1.1.2017 die Leitung der DMG übernahm, gewählt:

 

Präsident: Prof. A.O. Mueck (Tübingen)

Vizepräsident: Dr. K. Schaudig (Hamburg)

Schatzmeister: Prof. P. Stute (Bern)

Schriftführer: Prof. T. Römer (Köln)

Prof. P. Hadji (Frankfurt),

Prof. I. Wiegratz (Frankfurt),

Priv.-Doz. B. Zyriax (Hamburg)

 

Aus dem Vorstand schieden auf eigenen Wunsch aus:
Dr. Anneliese Schwenkhagen (Hamburg), Prof. C.J. Thaler (München), Prof. E. Windler (Hamburg) und Dr. May Ziller (Marburg).

 

Das „Curriculum Menopause“ unter der Arbeitsgruppe Dr. Katrin Schaudig, Dr. Anneliese Schwenkhagen, Prof. Dr. Eberhard Windler, Dr. May Ziller und PD Dr. Birgit-Christiane Zyriax fand 2017 an drei Terminen in Berlin und Hamburg statt und war jeweils ausgebucht!

 

 

 „Die Menopause – Herausforderung, Risiko oder Chance“ war das Motto der 21. Jahrestagung, die vom 17.-18.11.2017 im Radisson Blu Hotel Frankfurt unter der Leitung von Prof. P. Hadji und Prof. J. Neulen stattfand. Mit 450 Teilnehmern wurde die Beteiligung des Vorjahres deutlich übertroffen.

Besonderes Interesse galt dem Festvortrag „WHI Study revisited – old story, new insights…“ von Prof. R.D. Langer (Jackson, WY, USA). 
In der Sitzung „Neues aus der Wissenschaft“ erhielt Prof. A.O. Mueck (Tübingen) den ersten Preis (€ 1.250,–). Der zweite und dritte Preis wurde in zwei zweite Preise á € 625,– umgewandelt und an Nada Woodtli (Bern) und Martina Zangger Bern) verliehen.

Da keine geeigneten Arbeiten eingereicht worden waren, wurde der  Christian-Lauritzen-Preis nicht vergeben.

Im November 2017 wurde die Telefon-Hotline „Fragen Sie die Experten“ eingerichtet, die an jedem ersten Donnerstag im Monat von 18.00 bis 19.00 Uhr ausschließlich den Mitgliedern der DMG e.V. kostenlos zur Verfügung steht. Über diese Hotline beantworten ausgewählte Experten Anfragen zum Thema „Peri- und Postmenopause sowie zu Hormonersatztherapie.

 

Prof. Dr. Herbert Kuhl, Aschaffenburg

Anne Becker, Geschäftsstelle Deutsche Menopause Gesellschaft e.V.